Experten-Schlichtung-Bau - Kooperation aus Mediatoren, Sachverständigen und Rechtsanwälten

Schlichtung im Bauwesen - der Ablauf

Das Verfahren kombiniert bewährte Bausteine aus Mediation, Adjudikation, Schlichtung und Schiedsgutachten.

Konfliktklärung

  • Die Experten-Schlichter setzten zunächst auf Interessen- und Sachklärung mit mediativen Mitteln. Oft werden die Baupartner so selbst eine Lösung erarbeiten und verbindlich vereinbaren, ohne dass es noch einer Entscheidung bedarf, so behalten Sie das Heft des Handelns in der Hand.
  • Die Baupartner setzen die Experten-Schlichter über die wesentlichen Eckpunkte der streitigen Themen ins Bild durch Ausfüllen und Zusenden eines Fragebogens (Informationsabfrage nicht mehr als drei Seiten ggf. zusammen mit Planunterlagen, falls unbedingt erforderlich).
  • Die Baupartner und die Experten-Schlichter vereinbaren den schnellst möglichen Termin mit den Baupartnern, ihren entscheidungsbevollmächtigten Vertretern und ggf. ihren Beratern.
  • Unter Anleitung der Experten-Schlichter werden die Themen identifiziert und Schritt für Schritt  die Interessen und Lösungsmöglichkeiten erarbeitet.

Konfliktstrukturierung

  • Die Experten-Schlichter unterstützen die Partner bei der Lösungsfindung, indem sie den Partnern  ihre technische und juristische Expertise zur Einschätzung der Situation und für mögliche Lösungsoptionen zur Verfügung stellen.
  • Die Experten-Schlichter identifizieren solche Punkte, die nach ihrer und der  Auffassung der Partner nicht sofort geklärt werden können und bestimmen gemeinsam mit diesen einen Weg, wie diese Punkte erledigt werden können.
  • Die Experten-Schlichter bestärken die Partner, die verbleibenden Punkte durch Vereinbarung zu klären.

Konfliktlösung

  • Können sich die Partner einigen, wird hierüber vor dem juristischen Experten-Schlichter in seiner Funktion als gerichtlich anerkannter Gütestelle ein Vergleich abgeschlossen. Dieser Vergleich kann nach ZPO §§ 794, 797a für vollstreckbar erklärt werden. 
  • Können sich die Partner nicht einigen, fällen die Experten-Schlichter vorläufig bindende Entscheidungen. Dies können auch Teil-Entscheidungen sein, wenn die Experten-Schlichter der Meinung sind, dass nicht alle Punkte entschieden werden können oder müssen. Die Entscheidungen verpflichten die Partner zu einem Tun oder Unterlassen.
  • Die Entscheidungen sind vorläufig verbindlich.
  • Die Entscheidungen werden mündlich erläutert, jedoch nicht schriftlich begründet.
  • Wenn die Baupartner dies wünschen, werden die Experten-Schlichter ein Angebot zur Erstellung einer ausführlichen Begründung unterbreiten, das die Baupartner nur gemeinsam annehmen können. Die schriftliche Begründung wird den Anforderung an ein gerichtliches Sachverständigen-Gutachten genügen.
  • Auf gemeinsamen Wunsch der Parteien kann ein anderer Verfahrensablauf vereinbart werden.